Künstler
Christine Vogelsang
Die
Künstlerin, die in Bremen lebt und arbeitet, schuf die
Voraussetzungen für ihre künstlerische Arbeit durch ein
Studium der Kunsttherapie und der freien Kunst mit abschließendem
Diplom. Einer ersten großen Ausstellung im Jahre 1999 schlossen
sich weitere Einzelausstellungen
an.
Zwei
unterschiedliche Ansätze bestimmen die Werke von Christine
Vogelsang: Eine ruhige, fast meditative und eine intensive, gestische
Malweise,
oft mit breitem Pinsel und Spachtel umgesetzt.
Ihre
Bilder sind abstrakt, man kann selten Figürliches darin erkennen,
auch wenn sich die Künstlerin durchaus von konkreten Dingen und
Formen der Natur inspirieren lässt. Reisen in fremde Länder,
die
Auseinandersetzung mit
anderen Kulturen und ihren Fremdartigkeiten, aufregende Düfte und
exotische Früchte konnten immer wieder zur künstlerischen
Umsetzung mit neuen Formen und Farben anregen.
Sand, mitgebracht von
Reisen, Salz, Öl, Schellack vermischt mit Acrylfarben werden in
unterschiedlich dicken Schichten, gemischt oder pastos unter
Berücksichtigung der darunter liegenden Häute, auf die
Leinwand aufgetragen. Das hat zur Folge, dass Vernarbungen stattfinden,
sich Durchblicke erschließen, Farbschichten auf geheimnisvolle
Art durchschimmern.
Formen entstehen aus den
Farbflächen während des Malprozesses. Häufig werden
Ideen während der Malaktion verworfen, es entstehen mehrere
Zustände, bis hin zur endgültigen Form. Die Entstehung ist
vergleichbar mit dem Wachstum in der Natur. Form ist Prozess, nicht
Gegebenheit.
Malen heißt
für Christine Vogelsang: Anrufung der Kräfte des Lebens und
der Natur.
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