Künstler
Jürgen Brandt
Meine Damen und Herren, liebe Freunde... das Wagnis Kunst zu
machen...
Mit diesen Worten begann vor über 30 Jahren die Einleitung
zur ersten Einzelausstellung von Jürgen Brandt im 'atelier K' von
Volker Kühn. Seit 1976 hat der Bremer Künstler des Jahrgangs
1948 seine Zeichnungen, Radierungen, Fotos und Objekte in mehr als 30
Einzelausstellungen gezeigt.
Jürgen Brandt lehrt uns, unsere Um- und Mitwelt sowie uns selbst
neu zu entdecken und anders zu betrachten als bisher. Ihn interessieren
Mauerwerk, gerissener Putz, vergessene Reklamen, Feuermelder und
Hydranten. Sie werden ans Licht gehoben und zeichnerisch realistisch
umgesetzt. Schraffuren, Strukturen, Licht und Schatten geben den
Motiven eine magische Wirkung.
Diese Kunst wird einst wie jetzt wieder zur Diskussion gestellt:
Die frühen Objekte zeigen den künstlerischen Abschied vom
alten Bremer Schlachthof.
Ein Wandbild im Bürgerzentrum Neue Vahr entstand 1979 mit dem
Protest gegen den Atomstaat.
Zu Tschernobyl wurde eine eindrucksvolle, ja beklemmende Serie
umgesetzt.
Natürlich darf die 'Liebeserklärung an Roncalli' nicht
fehlen; gezeichnete Zirkusträume mit roten Traktoren, bunt
beschrifteten Wohnwagen und schillernden Seifenblasen.
Er hat einer Marktfrau ein Denkmal gesetzt und
sich einmal mehr einen Namen als künstlerischer Wegbegleiter
bremischer Ereignisse gemacht. Die Farbenpracht von 'Frau Suhlings
Garten' hält gezeichnet und fotografiert das Auge gefangen.
Jürgen Brandts Motivsuche ist eher die der leisen Art mit direkter
Ansprache an den Betrachter. Show und Effekte wie auf Biennalen oder
der
Documenta haben hier keinen Platz. So geht er mit der ihm eigenen
Sichtweise
auf ' Spurensuche' an der Ostsee, sammelt Steine, Bleche,
Baumwurzeln.
Aus diesen Fundstücken erarbeitete er sich in einer Kombination
aus
Zeichnung und Aquarell ungewöhnliche Strukturen. Die
Interpretation
der einfachen Dinge ist für den Betrachter immer wieder
überraschend.
Stein-
und Sandstrukturen werden nicht mehr hinter Glas gebracht, sondern
'befreit' und
dreidimensional bearbeitet.
2010 ist eine neue Reihe von 3D-Objektkästen entstanden, in
denen Fotos und kleinformatige Zeichnungen inszeniert und neu
arrangiert werden.
Eine
Auswahl der Arbeiten ist unter
Neue Arbeiten 2006 bis 2008
Neue
Arbeiten 2009 zu sehen.
Fotos einer Gruppenausstellung 2007 in der
Galerie
im Bremer Medienhaus sind hier
zu sehen.
2010 kehrte Frau Suhlings Garten in die Neustadt zurück.
2011 gibt es eine Liebeserklärung an RONCALLI . Manege frei! in Musical Theater Bremen.
Fotos der Ausstellung im Musical Theater Bremen sind hier zu sehen.
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